Psalmen 19
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Zwei Herolde Gottes: die Schönheit des Himmels und die Pracht der Sonne offenbaren Gottes Herrlichkeit beständig auf der ganzen Erde. (V. 7) Lob des göttlichen Gesetzes, dessen Wirkungen David selbst erfahren. (V. 12) Bitte um Vergebung seiner Übertretungen und um Hilfe gegen die Götzendiener und sehnlicher Wunsch, seine Worte und Gedanken möchten Gott stets gefallen.
1 Zum Ende, Für den Vorsänger. - ein Psalm Davids. Gelegenheit der Abfassung unbekannt. - 2 Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes Seine Weisheit und Macht. - und das Firmament verkündet seiner Hände Werke. Gott hat den Geschöpfen den Abglanz seiner Herrlichkeit gegeben. Jene strahlen ihn wieder zurück, so gleichsam auf Gott und ihn bekennend. - 3 Ein Tag überbringt Erzählt begeistert. - dem andern das Wort, es gibt eine Nacht der andern die Kunde. Der Psalmist personifiziert gleichsam Tag und Nacht. - 4 Es ist keine Sprache, es ist kein Wort, deren Laute man nicht vernähme. 5 Über die ganze Erde geht ihr Es ist keine Rede und keine Worte, deren Stimme unvernommen (unvernehmbar) wäre. Dies Zeugnis des Himmels und des Firmamentes, des Tages (Himmels) wie der Nacht (des Nachthimmels) ist eine Predigt in allvernehmbarer und allverständlicher Sprache. - Schall Hebr.: Messschnur (Machtbereich), gleichbedeutend mit „Worte“ am Ende des Verses. [Roem 10,18] bedient sich der heilige Paulus dieses Verses, um in vergleichendem Beweise vom Geringeren zum Höheren einen Schluss zu ziehen: Was David von Gottes Offenbarung in der Natur sagt, gilt noch viel mehr von der Offenbarung Christi in Israel. Die Anwendung des Psalmes beim heiligen Paulus ist nach einigen heiligen Vätern (Thom., Aug., Arnob., Cassiod.) im mystischen Sinne gemacht, indes pflegen doch Typen nur aus der heiligen Geschichte Israels genommen zu werden. - aus und bis an die Enden des Erdkreises ihre Worte. 6 Er schlug sein Zelt in der Sonne auf Hebr.: dem Sonnenball hat er an ihm (dem Himmel) ein Zelt gesetzt. - und sie gleicht dem Bräutigam, der aus dem Brautgemache hervorgeht; gleich einem Helden jauchzt sie, ihre Bahn zu laufen. Die Sonne gleicht dem Bräutigam, der, wenn er das Ziel seiner Sehnsucht erreicht hat, sich gleichsam am Anfange eines neuen Lebens befindet und dessen Angesicht von Wonne strahlt. Wie ein Held durchmisst sie ihre Bahn, alles überwindend. - 7 Vom äußersten Himmel geht sie aus und ihr Lauf geht hin bis zu seiner Grenze, und niemand ist, der sich vor ihrer Glut verbergen könnte. Hebr.: und nichts ist, was sich ihrer Glut entziehen könnte. - 8 Des Herrn Gesetz Von der materiellen Sonne geht er auf die geistige über. Diese bezeichnet er mit verschiedenen Namen und gibt ihr zwölf Lobsprüche. Je zwei sind immer wie Voraussetzung und Folgerung verbunden. Diese Lobsprüche haben auch vom Standpunkt des Neuen Testamentes ihre Berechtigung. Vergl. [Roem 7,12-14]. - ist makellos, Hebr.: vollkommen. - die Seelen umgestaltend; Das Herz vom Bösen abwendend. (Theod.) - des Herrn Zeugnis ist verlässig In seinen Aussagen über jeden Zweifel erhaben, in seinen Verheißungen und Drohungen unfehlbar. - und gibt Weisheit den Einfältigen. Den der religiösen Weisheit entbehrenden, aber dafür zugänglichen. - 9 Die Vorschriften des Herrn sind gerade Richtig. - und erfreuen die Herzen, hellleuchtend ist das Gebot des Herrn und Licht den Augen. 10 Die Furcht Das Gesetz des Herrn, das Gottes Furcht einflößt. - des Herrn ist heilig und währt in Ewigkeit; die Satzungen des Herrn sind wahr, gerecht befunden insgesamt. 11 Wünschenswerter sind sie viel mehr als Gold und viel Edelgestein Hebr.: ja Feingold viel. - und süßer als Honig und Honigseim. 12 Auch befolgt sie dein Diener, Hebr.: Auch dein Diener wird belehrt durch sie. Das Gesetz ist die Richtschnur des Handelns und bietet so einen Spiegel der Prüfung. - ihre Beobachtung bringt vielfache Vergeltung. 13 Wer merkt die Sünden Die Verfehlungen der Unwissenheit und Schwäche. - alle? Von meinen verborgenen Sünden Die ich trotz guten Willens nicht erkenne. - reinige mich 14 und vor fremden behüte deinen Diener. Lass mich nicht unter den mächtigen Einfluss der Fremden (Gottentfremdeten, Götzendiener, Sünder, Dämonen. – Theod.) kommen. Nach Aug. Neutr.: Halte von Lastern fern deinen Diener, dass sie mich nicht beherrschen. - Wenn sie nicht über mich herrschen, so werde ich unbefleckt bleiben und rein sein von schwerer Schuld. 15 Alsdann werden Im Hebr. ist dieser Satz in Wunschform gegeben, die Vulg. fasst ihn als sichere Hoffnung. – Der Sternenhimmel erinnert den Christen nicht nur an Gott als Schöpfer, sondern auch an den, der uns die Sonne der Gerechtigkeit und die Heiligen als Sterne gegeben, die diese Sonne umringen, Maria an der Spitze. dir die Reden meines Mundes wohlgefallen und meines Herzens Gedanken werden allezeit vor dir sein. O Herr, du mein Helfer und mein Erlöser!
Zitiert in 53
- Dieses Kapitel Ecclesia In Oceania(§20)Ecclesiam Suam(§91)Evangelium Vitae(§53)Salvifici Doloris(§10)Spe Salvi(§33)Verbum Domini(§8)Veritatis Splendor(§44
§63) - V. 1 Verbum Domini(§8)
- V. 2 CCC(¶299
¶326) Providentissimus Deus(§55)Verbum Domini(§8) - V. 3 CCC(¶299)
- V. 4 CCC(¶299)
- V. 5 CCC(¶299)Ecclesia In Oceania(§20)Ecclesiae Fastos(§28)Ecclesiam Suam(§42
§52 Maximum Illud(§1)§95) - V. 6 Summa (EN)(III 27.2
Suppl 95.3) - V. 8 Summa (EN)(I-II 100.11
I-II 103.2 Pacem in Terris(§3II-II 53.4 II-II 78.1 II-II 125.1) §5) Veritatis Splendor(§44) - V. 9 Summa (EN)(I-II 102.1
II-II 44.6) Pacem in Terris(§3§5) Veritatis Splendor(§44) - V. 10 Summa (EN)(I-II 105.4
II-II 19.11) Pacem in Terris(§3§5) - V. 11 Pacem in Terris(§3
§5) - V. 12 Spe Salvi(§33)Veritatis Splendor(§63)
- V. 13 Summa (EN)(I-II 112.5
II-II 162.7 Spe Salvi(§33)Veritatis Splendor(§63)III 79.3 Suppl 2.5) - V. 14 Evangelium Vitae(§53)
- V. 15 Summa (EN)(I-II 108.3)