Psalmen 2
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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a. Empörung der Völker gegen Gott und seinen Gesalbten. (V. 3) b. Gott verlacht die Anschläge der Gottlosen, da er den König auf Sion aufgestellt hat. (V. 6) c. Der Messias verkündet, dass ihm vom Vater die Herrschaft über alles Erschaffene verliehen sei und ihm das Recht zustehe, die Empörer zu strafen. (V. 9) d. Der Psalmist mahnt die Empörer, sich dem Herrn zu unterwerfen und seinen Sohn zu verehren, um dem Verderben zu entgehen. Die auf den Messias hoffen, werden selig.
1 Warum toben die Heiden Der Verfasser des Psalms ist David. [Apg 4,25] Der Psalm ist messianisch und im Literalsinne von Christus und seinem geistigen Reiche zu verstehen, wie die älteren Juden, [Apg 4] und [Apg 13] und [Offenb 2] und [Offenb 19] zeigen. Vielleicht dichtete ihn David zur Zeit heftiger Befehdung seines eigenen Königtums, indem er sich bei seiner Gefährdung mit der messianischen Verheißung [2Sam 7,8ff] getröstete. Die Form ist eine dramatische, nacheinander reden der Dichter, der Aufrührer, der Messias, Gott und wiederum der Dichter. - und sinnen die Völker Eitles? Vergl. [Apg 4,25-28]. - 2 Es treten Hebr.: lehnen sich auf. - die Könige der Erde Die ersten waren Herodes und Pilatus. [Apg 4,27] Der Erde: Gegensatz V. 4. - auf und die Fürsten kommen zusammen wider den Herrn und wider seinen Gesalbten. Die Namen Messias (Christus) und Sohn Gottes [Joh 1,50, Mt 26,63] u.a. gehen auf diese Stelle und [Dan 9,25] zurück. Die Salbung war die Mitteilung des göttlichen Geistes, den der Heiland ohne Maß empfing. [Joh 3,34] - 3 Lasset uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihr Joch! Hebr.: Bande (das Zeichen der Unterwerfung). Sie sind Untertanen Jahves und seines Gesalbten, nicht nur weil die ganze Welt Gott zugehört, sondern auch, weil er seinem gesalbten die Herrschaft über sie verliehen hat. Diese wollen sie abschütteln. - 4 Der im Himmel In unnahbarer Erhabenheit und unvergänglicher Herrlichkeit. - thront, lacht ihrer und der Herr spottet Anthropopathische Bilder. - ihrer. 5 Dann Wenn seine Langmut zu Ende ist und die Versündigungen der Feinde die Wirksamkeit seines Zorne fordern. - redet In Taten, durch Strafen. - er zu ihnen Gegen sie. - in seinem Zorne und schreckt Mit ihrer Bosheit wächst nach dem Hebr. die Strenge der Züchtigung. - sie in seinem Grimme. 6 Ich aber Die Welt will den Messias nur als Menschen anerkennen, doch Gott erklärt, dass er dessen Thron gegründet. Schon in V. 2 ist das Reich Gottes und das des Messias als eines bezeichnet. - bin Hebr.: und doch habe ich eingesetzt meinen König (mein: durch ewige Zeugung und durch Sendung) … meinen heiligen Berg. Wie also vermeint ihr das Reich des Messias vernichten zu können? - von ihm zum König über Sion eingesetzt, seinen heiligen Berg, Die Davidsstadt, einschließlich des Moria, ist Sinnbild der Kirche. Ihre Erhabenheit beruht auf Gottes Gegenwart in ihr. – Die folgenden Worte gehören zu V. 7: Kunde geben will ich von einem Ratschluss. Nach dem Hebr, gehört V. 6 noch zu den Worten Jahves. - sein Gesetz zu verkünden. 7 Der Herr Gott der Vater. - sprach zu mir: Bezeugung Gottes für den König, die gegen die Empörer gerichtet ist. - Du bist mein Sohn, ich habe dich heute gezeugt. Diese Worte können nur auf Christus bezogen werden, da nur ihm Allherrschaft und göttliche Verehrung zugeschrieben werden. Auch bei den Juden verstand man die Stelle vom Messias, sonst hätte der Apostel nicht in der Synagoge [Apg 13,33] dieselbe auf Christus bezogen und Paulus Beweisführung [Hebr 1,5] wäre wirkungslos. Heute: ohne Anfang und ohne Aufhören: ewige Geburt. (Aug.) Theod. Euthym. und der Introitus der ersten Messe am Weihnachtsfest beziehen die Worte auf die Menschwerdung. Nach [Apg 13,33] machte Gott die ewige Sohnschaft des Heilandes durch dessen Auferstehung offenbar. (Hil., Euseb., Ambros., Chrys.), als der Sieg über Tod und Hölle dem Erlöser das volle Königserbe erschloss. - 8 Begehre von mir, Christus ist als Mensch geringer als der Vater, als Mensch bittet er. - so will ich dir die Völker zu deinem Erbe geben Vergl. [Hebr 1,2]. Durch Glaube und Anerkennung der Völker [Ps 21,28], auf die der Segen [Ps 71,17] der göttlichen Herrschaft herabsteigt. [Ps 46,9] Als Gott hatte Christus diese Herrschaft stets, als Mensch erwarb er sie durch sein leiden. [Mt 28,18] - und zu deinem Besitztume die Grenzen der Erde. 9 Mit eisernem Zepter wirst du sie beherrschen Weiden. Hebr.: Zerschmettern. Es wird nicht so gesagt, was Christus tun wird, als wozu er Macht und Gewalt hat. Den Segen der Herrschaft des Messias Frevlern gegenüber zu erwähnen, war kein Grund. - und wie Töpfergeschirr Wie leicht wird dies zerbrochen! - sie zertrümmern. 10 Nun denn, ihr Könige! kommet zur Einsicht; Erkennet diesen König an. Die Könige sind die in V. 1 genannten. - lasset euch weisen, ihr Richter der Erde! Dieselben wie die Könige. - 11 Dienet dem Herrn in Furcht und jauchzet ihm zu mit Zittern! 12 Nehmet die Mahnung an, Die auch in diesem Psalm gegeben wird. Hebr. das Folgende: Küsset (huldiget vergl. [1Sam 10,1]) den Sohn, dass er nicht zürne. - auf dass der Herr nicht etwa zürne und ihr zugrunde gehet, fernab vom rechten Wege. Hebr.: und ihr verloren gehet hinsichtlich des Weges. - 13 Wenn in Bälde sein Zorn entbrennt, Hebr.: denn entbrennen könnte leicht. - glückselig alle, die auf ihn Den Sohn. - vertrauen! Zu ihm ihre Zuflucht nehmen. – Am schlimmsten wütete der Kampf der Feinde (Sünde, Teufel, Tod), als der Heiland am Kreuze litt. Nach der Himmelfahrt des Heilandes setzt sich der Kampf fort gegen seine Kirche.
Zitiert in 37
- Dieses Kapitel Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)Dies Domini(§74)Lumen Gentium(§13)Quas Primas(§7)
- V. 1 CCC(¶600)Summa (EN)(III 46.5)E Supremi(§4)
- V. 2 CCC(¶436
¶600) Summa (EN)(III 46.5)Augustissimae Virginis Mariae(§5) - V. 4 Summa (EN)(II-II 75.1
II-II 75.2) Mit Brennender Sorge(§3§20) - V. 6 CCC(¶745)
- V. 7 CCC(¶441
¶653 Compendium of the Social Doctrine of the Church(377)Summa (EN)(I 27.2¶745 ¶2606 ¶2836) I 42.2) Redemptoris Mater(§17) - V. 8 CCC(¶2606)Summa (EN)(III 47.5)Ad Gentes(§22)Lumen Gentium(§13)Redemptoris Mater(§28)
- V. 9 Ecclesia In Europa(§122)
- V. 18 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 20 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 21 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 72 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 606 Dies Domini(§30)
- V. 607 Dies Domini(§30)