Psalmen 21
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Danksagung für geistliche und leibliche Segnungen, welche Gott David auf seine Bitte gewährt hat und noch weiter gewährt. (V. 3) Besondere Aufzählung der von Gott gewährten Wohltaten. (V. 7) Das Vertrauen auf den Herrn hat dem König den Sieg verschafft. Möchte mit Gottes Hilfe auch die übrigen Feinde besiegen! (V. 9) Vernichtende Wirkung des Sieges. (V. 11) Dies schlimme Geschick ist die verdiente Vereitlung der bösen Anschläge der Feinde.
1 Zum Ende, Für den Vorsänger. - ein Psalm Davids. Ist [Ps 19] ein Flehgebet des Volkes für den in den Krieg ziehenden König, so [Ps 20] Dank für den Sieg, durch welchen dem Volke recht klar geworden, dass er der theokratische König und dass auf ihm und seiner Nachkommenschaft die messianischen Verheißungen ruhen. [2Sam 7,12, Ps 88] und [Ps 131] Deshalb werden von dem Sieger im Psalme Dinge gesagt, welche streng genommen nicht auf David, sondern nur auf den Messias passen. (V. 5, V. 7) Targum, Talmud und ältere Rabbiner deuten den Psalm messianisch. - 2 Herr! Ob deiner Macht erfreut sich der König und ob deiner Hilfe frohlockt er gar sehr. 3 Was sein Herz ersehnte, hast du ihm gewährt, und was seine Lippen verlangten, versagtest du ihm nicht. Sela, Wechsel der Chöre. - 4 Denn du bist ihm zuvorgekommen mit lieblichen Segnungen, hast ihm auf sein Haupt eine Krone von kostbarem Gestein Hebr.: seinem Golde. Die Krone ist Bezeichnung der königlichen Würde oder eines glänzenden Sieges. - gesetzt. 5 Um Leben Irdisches Leben. - hat er dich gebeten und du gabst ihm langes Leben auf immer und ewig. Zunächst, soweit David in Betracht kommt, langes Leben. Doch da die Worte wohl eine Anspielung auf [2Sam 7,16] enthalten, sind sie nur in Christus in vollkommenem Sinne erfüllt. Vergl. [Hebr 5,7]. - 6 Groß ist sein Ruhm ob deiner Gnadenhilfe und große Ruhmesherrlichkeit legtest du auf ihn. 7 Denn du setzest ihn zum Segen auf immer, Diese Worte passen mehr auf Christus als auf die Person Davids. - erfreust ihn mit Wonne vor deinem Angesicht. Hienieden, indem du ihm dein Gnadenantlitz leuchten lässest, ihm hilfst. Indes können die Worte an sich auch von dem Schauen des göttlichen Antlitzes im Himmel gedeutet werden. - 8 Denn der König hofft auf den Herrn und durch die Huld des Allerhöchsten wird er nicht wanken. 9 Deine Hand O König! Nach anderen geht die Anrede an Gott. - möge alle deine Feinde erreichen, deine Rechte möge alle erreichen, die dich hassen! 10 Du wirst sie dem Feuerofen gleichmachen, Die Not, welche du über sie bringst, soll so brennen in ihnen wie das Feuer in einem Ofen. Vergl. [2Sam 12,31]. - wenn du erscheinst; der Herr wird sie in seinem Zorne erschrecken Hebr.: verderben. - und Feuer sie verzehren. 11 Ihre Kinder wirst du von der Erde hinweg vertilgen und ihre Nachkommenschaft aus den Menschenkindern. 12 Denn üben sie Tücke wider dich, Hebr.: denn sie spannen gegen dich. - ersinnen sie Anschläge, sie können sie nicht ausführen. 13 Denn du wirst sie zwingen, den Rücken zu wenden; Hebr.: denn du wirst sie zu Flüchtigen machen, mit deinem Bogen (Sehne) zielst du gegen ihr Antlitz. denen, die du übrig lässest, wirst du auf ihr Antlitz zielen. 14 Erhebe dich, Herr! in deiner Macht, so wollen wir singen und deine Stärke preisen.