Psalmen 23

David feiert Gott als seinen Wohltäter. Gott ist sein Hirt (V. 1), der ihn weidet und vor allen Feinden schützt. (V. 4) Der Herr hat ihn zu einem herrlichen Mahle geladen, das er allezeit in dessen Hause genießen wird.

Ein Psalm Davids. Der Psalm ist gedichtet zu einer Zeit, wo David sich ruhigen Glückes erfreute. In weiterem Sinne gilt er auch vom Volke Israel, dessen Hirte Gott ist. In typischem Sinne bezieht er sich auf alles, was Christus, der gute Hirt, für unser Heil getragen und gelitten hat. - Der Herr ist mein Hirt, Als erste haben zwei Hirten dies Bild gebraucht, Jakob [1Mos 48,15] und David, doch haben es die Propheten vielleicht weiter ausgeführt. [Mic 7,14, Jer 23, Ez 34, Jes 40,11]. Am herrlichsten ist die Anwendung, welche der Heiland auf sich selbst macht. [Joh 10,1ff]. - mir wird nichts mangeln; auf einem Weideplatze lässt er mich lagern, an Wasser der Erquickung In geistigem Sinne sind Weide und Erquickung alle Heilmittel. - leitet er mich; er erquickt meine Seele, führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, um seines Namens willen. Um sich an dem Gerechten zu verherrlichen. - Denn Daher. - ob ich auch mitten durch Todesschatten Wörtlich hebr.: im finsteren Tal. Vulg.: in Finsternis, in welcher der Tod hause. - wandelte, fürchte ich doch kein Unglück; bist du doch bei mir. Dein Stecken und dein Stab Zwei Ausdrücke für eine Sache: eine Hirtensorge. Diese zeigt sich besonders in der übernatürlichen Offenbarung Gottes. - trösten mich. Du deckst vor meinem Angesichte einen Tisch Der Psalmist geht zu dem Bilde eines Gastgebers über, der zugleich Schutz gegen die Feinde gewährt, so dass man ruhig genießen kann, was jener gewährt. Cypr., Ambros. u.a. beziehen diesen Vers insbesondere auf die heilige Kommunion, welche uns Kraft gegen unsere bösen Neigungen und alle Anfechtungen der Feinde unserer Seele gibt. - im Angesichte meiner Bedränger, Ihnen zum Trotz, zur Beschämung. - salbst mein Haupt mit Öl, Salbung der Gäste war bei Gastmählern gebräuchlich. Vergl. [Lk 7,46, Amos 6,6]. Im geistigen Sinne ist das Öl Sinnbild der göttlichen Gnade. - und mein überströmender Becher, wie herrlich ist er! Hebr.: Mein Becher ist Fülle. Ohne Bild: Mein Los. - Deine Gnade geleitet mich Hebr.: Nur Glück und Gnade werden mich verfolgen. - alle Tage meines Lebens und ich darf wohnen im Hause des Herrn Als Gottes Hausgenosse von ihm aufgenommen und beschützt. Das Haus des Herrn ist im geistigen Sinne der Himmel. – Nirgends erscheint der Heiland offenbarer als der gute Hirt, als wenn er uns speist mit seinem Leibe und sich selbst für uns darbringt im heiligen Messopfer. immerdar.

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