Psalmen 40

1. Aus großer Gefahr errettet, sagt der Psalmist Dank. (V. 4) 2. Selig der Mann, der sein Vertrauen auf Jahve setzt, der sich durch zahlreiche Wunderbeweise an Israel verherrlicht hat. (V. 6) 3. Groß und viel sind deine Gnadenerweise, wie soll ich dir danken? Nicht durch Opfer, sondern durch Gehorsam. (V. 9) Er hat Jahves Großtaten verkündet, so wird der Herr sich seiner erbarmen. (V. 12) 3. Begründung der Bitte: Die Folgen seiner Sünden haben ihn gefasst. Leiden umringen ihn, die Kraft hat ihn verlassen. (V. 16) 4. Aufforderung an die Frommen, sich zu freuen in Gott, von dem auch er in seinem Elend Heil erhofft.

Zum Ende, Für den Gesangmeister. - ein Psalm Davids. Etwa aus der Zeit der Empörung Absaloms. - Sehnsüchtig harrte ich auf den Herrn und er merkte auf mich. Hebr.: neigte sich zu mir. - Und er erhörte mein Gebet und zog mich heraus aus der Grube des Elends, Grube des Verderbens, die als solche Grube des Elends ist. - aus schlammigem Kote Aus tiefem Meeresgrunde. Tiefe (Grube) und Schlamm sind Bilder der höchsten Lebensgefahr. - und stellte meine Füße auf Felsengrund und machte meine Schritte sicher. Entzog ihn der Gefahr und gab ihm festen Grund unter seinen Füßen. - Und er gab mir ein neues Lied in meinen Mund, einen Lobgesang auf unsern Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten In kindlicher Furcht und Verehrung. - und auf den Herrn ihr Vertrauen setzen. Glückselig der Mann, der seine Hoffnung auf den Namen des Herrn setzt Hebr.: Heil dem Manne, der auf Jahve sein Vertrauen setzt und sich nicht wendet zu den Übermütigen und zu denen, die zum Trug (der Götzenverehrung) gewiesen sind. - und seinen Blick nicht auf Eitles Besonders Götzenverehrung. - wendet und auf trügerischen Aberwitz. Zauberei und Wahrsagerei. - Viele Wunder hast du getan, o Herr, mein Gott! und niemand ist, der dir gleich wäre in deinen Gedanken. Wollte ich sie verkünden und von ihnen reden, so sind ihrer zu viel, als dass ich sie aufzählen könnte. Vom besonderen steigt der Psalmist zum allgemeinen auf. Hebr.: Zahlreich hast du, Jahve, mein Gott, deine Wunder getan und deine Pläne für uns. Nichts ist dir zu vergleichen; würde ich sie verkünden und reden, sie waren zuviel, um sie zu zählen. - Nicht Schlachtopfer Blutige Opfer, Dankopfer. - und Speiseopfer Unblutige Opfer. - hast du verlangt, Du bist nicht den Heidengöttern gleich, die lediglich äußere Opfergaben fordern. Materielle Opfer genügen dir nicht, ich bringe dir ein geistiges. - doch Ohren So lesen Hebr., Chald., Syr., Aquil., Sym., Theodot., Euseb. u.a. dagegen Septuag, Athan., Aug., Ambros. mit [Hebr 10,5]: Einen Leib. Die Septuag hielt vielleicht den hebr. Text für weniger verständlich und setzte einen mehr erklärenden Ausdruck ein. - hast du mir bereitet; Hebr.: Gegraben oder gebohrt d.i. geöffnet für die Erkenntnis deines Willens. Der Ausdruck weist auf [1Sam 15,22] hin. - Brandopfer und Sündopfer begehrst du nicht. Da Als ich erkannte, dass du unter diesen Umständen kein levitisches Opfer wolltest. - sprach ich: Siehe, ich komme! Ich bringe dir mich selbst dar. - In der Buchrolle Gesetzbuch für David besonders das Deuteronomium. [5Mos 17,14-20] – Nach dem Knaufe am Kopfe der Rolle, um welche das Gesetz gewickelt war, ward dies selbst benannt. - ist von mir Oder: mir vorgeschrieben. - geschrieben, ich komme, deinen Willen zu tun. Hebr.: Zu tun deinen Willen, o Gott, begehre ich. Aus den Versen 7-9a weist der Apostel [Hebr 10,5.7] nach, dass die alttestamentlichen Opfer den Menschen nicht innerlich und wahrhaft zu reinigen vermochten, dass aber der Herr durch sein einmaliges Opfer volle Sühne geleistet. David ist in der Tat der Typus Christi. Der Apostel teilt [Hebr 10] diese Gesinnung dem menschgewordenen Worte bei dessen Eintritt in die Welt zu. - Mein Gott! ich will es und dein Gesetz ist in meines Herzens Mitte. Die innerliche Aneignung des Gesetzes wird [Jer 31,33] von dem Volke des Neuen Bundes geweissagt. Vergl. [Jes 51,7], ist aber bereits [5Mos 6,6] als Forderung ausgesprochen und wird dem Gerechten [Ps 37,31] zugeschrieben. - Ich verkünde deine Gerechtigkeit Hebr.: die Frohe Botschaft. Gott ist gnädig und seien Gerechtigkeit wird nur für die Verächter seiner Liebe eine strafende. - in großer Versammlung, siehe, ich wehre meinen Lippen nicht. Herr! du weißt es. Deine Gerechtigkeit habe ich nicht in meinem Herzen verborgen, deine Wahrhaftigkeit und dein Heil habe ich gepriesen. Ich habe deine Barmherzigkeit und deine Wahrhaftigkeit nicht verborgen vor zahlreicher Versammlung. Du aber, Herr! lass Hebr.: wirst nicht zurückhalten. - deine Erbarmungen nicht fern sein von mir, dein Erbarmen und deine Treue werden mich immerdar schützen. Denn Übel Die als Züchtigungs- oder Prüfungsleiden über den Gerechten kommen. - ohne Zahl halten mich umgeben, meine Sünden haben mich ergriffen Indem sie die gebührende Strafe auf ihn bringen. - und ich vermag nicht mehr zu sehen. Wegen der Leiden, die ihn von allen Seiten umringen. - Sie sind zahlreicher als die Haare meines Hauptes und mein Mut hat mich verlassen. Lass es dir gefallen, o Herr! mich zu erretten, o Herr! habe acht, Hebr.: eile herbei. - mir zu helfen. Es sollen schamrot und zuschanden werden allzumal, die mir nach dem Leben trachten, um es wegzuraffen. Es mögen zurückweichen und beschämt werden, Durch Gottes Hilfe. - die mir Übles wollen. Es mögen alsbald ihre Schande tragen, die zu mir sagen: Ha, ha! Frohlocken mögen und sich freuen über dich alle, die dich suchen, und die deine Hilfe lieben, mögen immerdar rufen: Hochgelobt sei der Herr! Die Frommen mögen in Gott, dem Ziele ihres Verlangens, sich innig freuen und ob des offenbar gewordenen Heils, das sie lieb haben [2Tim 4,8] immerfort sagen: Hochgelobt sei der Herr! - Ich aber, Der Psalmist kommt auf seinen jetzigen hilflosen Zustand zurück, um diesem das Bekenntnis zuversichtlicher Hoffnung entgegenzustellen. - bin ich auch ein Bettler und armselig, so ist doch der Herr für mich besorgt. Du bist mein Helfer und mein Beschirmer, mein Gott, säume nicht! Die Kirche betet den Psalm am Karfreitag.

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