Psalmen 42
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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1. Fern vom Heiligtum beweint der Psalmist, dass er Gott nicht nahen kann, eingedenk des Jubels, mit dem er vordem zum Tempel Gottes zog; bald aber fasst er neue Hoffnung. (V. 6) 2. Durch seine Selbstermunterung gestärkt, verspricht er, Gott auch aus der Ferne zu gedenken, und wendet sich hoffnungsvoll inmitten seines Leidens zu Gott, dem er die Grausamkeit und den Übermut seiner Feinde vorstellt, um sich dann von neuem zur Hoffnung aufzumuntern.
1 Zum Ende, Für den Gesangmeister. - eine Unterweisung von den Söhnen Kores. Die Nachkommen des Leviten Kore waren Sänger. [2Mos 6,21, 1Chr 6,22] u.a. Subjekt des Psalmes scheint David zu sein, den etwa ein Korait auf der Flucht vor Absalom [2Sam 15] verfasste. Nach der Ansicht der Mehrzahl der Ausleger gehörten [Ps 41] und [Ps 42] zusammen, da sonst die Bitte um Hilfe (die in [Ps 42] folgt) als Abschluss fehlt. Auffallend ist, dass alle Übersetzungen die beiden Psalmen trennen. - 2 Wie ein Hirsch Hebr.: Hindin. - nach Wasserquellen lechzt, so lechzt meine Seele nach dir, Im Hebr. wechseln die Präpositionen wegen der Verschiedenheit des Gegenstandes der Sehnsucht. Davids Sehnsucht geht nach oben, der Hindin Begehren auf Natürliches. - o Gott! 3 Meine Seele dürstet nach Gott, dem Starken, Nach Elohim. - dem Lebendigen; Dem Quell des Lebens. - wann werde ich hingelangen und vor Gottes Angesicht Auf Sion. - erscheinen? 4 Meine Tränen wurden mir zur Speise Tag und Nacht, da man Tag um Tag zu mir sagte: Wo ist dein Gott? Entweder kann er dir nicht helfen oder er hat dich, seinen Diener, verlassen. - 5 Dessen bin ich eingedenk und lasse mein Herz in Schmerz zerfließen, dass ich wandeln möchte Hebr.: wandelte. - zur Stätte des wunderbaren Zeltes, hinan zum Hause Gottes, unter Jauchzen und Lobgesang und Festesjubel. Hebr.: des will ich gedenken, wie ich einherzog in dichtem Gedränge, sie leitete zum Hause Elohims unter dem Schalle des Frohlockens und Dankes, die festliche Menge. - 6 Warum bist du so traurig, meine Seele, und warum verwirrst du mich? Wie das Meer mein Herz aufwühlend. - Hoffe auf Gott, Der geistige Mensch überwindet und stärkt den natürlichen. - denn ich werde ihn noch preisen, meines Angesichtes Heil 7 und mein Gott. Gott wird ja selbst in dem Psalmisten geschmäht. - Meine Seele ist verwirrt in mir, darum gedenke ich deiner vom Jordanlande Es wird alsbald weiter bestimmt. - und vom Hermon Östlicher Teil des Antilibanon an der Nordostgrenze des Jordanlandes. Wie der Tabor das Westjordanland, so stellt der Hermon das Ostjordanland dar. - her, dem kleinen Berg. Mizhar – unbekannter Berg. - 8 Eine Flut ruft die andere Ein Abgrund von Gewässern (Erinnerung an die Sintflut) folgt dem anderen. Diese Abgründe entstehen durch die Fluten, welche Gott unter gewaltigem Rauchen (Donner?) vom Himmel sich ergießen lässt. - beim Rauschen deiner Wasserfälle, alle deine hohen Wogen und deine Fluten stürmten über mich dahin. Hebr.: Flut ruft der Flut beim Rauschen deiner Wasserfälle, alle deine Brandungen und Wogen sind über mich dahingezogen. - 9 Am Tage entbietet mir der Herr seine Huld und des Nachts Ist bei mir. Tag und Nacht: immer. - Lobgesang auf ihn, innerliches Gebet Die Gnade des Gebetes ist mir eigen. - zu dem Gott meines Lebens. 10 Ich spreche zu Gott: O du, mein Helfer, Mein Fels. - warum hast du mein vergessen? Und warum muss ich traurig einhergehen, indes mich der Feind bedrängt? 11 Indes meine Gebeine zermalmt werden, da mich meine Feinde schmähen, die mich bedrängen, Hebr.: Gleich Zerschmetterung in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger. indem sie mir alle Tage sagen: Wo ist dein Gott? 12 Warum bist du traurig, meine Seele, und warum verwirrst du mich? Hoffe auf Gott, denn ich werde ihn noch preisen, er ist das Heil meines Angesichtes und mein Gott!
Zitiert in 9
- Dieses Kapitel Salvifici Doloris(§6)
- V. 2 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 3 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 82.4)Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 4 Summa (EN)(I-II 32.4
II-II 82.4) - V. 7 CCC(¶2803)
- V. 8 CCC(¶2803)