Psalmen 56
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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1. Der Psalmist fleht Gott um Hilfe und Schutz gegen die Angriffe seiner Feinde an. (V. 4) Ist Gott für ihn, so fürchtet er die schwachen Menschen nicht. (V. 5) 2. Beschreibung der Widersacher und Voraussagung ihrer Demütigung. (V. 11) 3. In Aussicht auf sichere Rettung verheißt der Psalmist im Voraus, die Pflicht der Dankbarkeit für Gottes Beistand zu erfüllen.
1 Zum Ende, für das Volk, das fern ist vom Heiligtume, Der hebr. Text ist verderbt und nicht zu erklären. Vielleicht: Dem Sangmeister nach: Taube der Verstummung unter den Fernen, ein Miktam (Liedergattung). - eine Aufschrift Davids, als ihn die Philister zu Geth ergriffen. 2 Erbarme dich meiner, o Gott! denn es treten mich die Menschen nieder, Verlangen nach mir, stellen mir nach. - immerfort bedrängen sie mich und ängstigen mich. Mich, den von dir Auserwählten und Gesalbten. - 3 Meine Feinde bedrücken mich immerfort, denn viele sind der Streiter wider mich. Hebr.: Es sind in ungestümen Verlangen meine Widersacher den ganzen Tag hindurch und viele sind meiner Bedränger in Hochmut. - 4 Ich fürchte mich vor des Tages Höhe, Vor den höchsten Gefahren (?) Hebr.: Am Tage, da ich mich fürchte, setze ich mein Vertrauen auf dich. - doch ich vertraue auf dich. Im Vertrauen auf Gott fest begründet. - 5 In Gott Durch Gott. - preise ich die mir gewordene Verheißung, In dem Bewusstsein, dass sie in Erfüllung geht. - auf Gott setze ich meine Hoffnung; ich bin ohne Furcht, was könnte Fleisch mir anhaben? 6 Immerfort verfluchen sie meine Worte; Hebr.: Tun sie meinen Worten Gewalt an. - alle ihre Gedanken sind wider mich zum Bösen. 7 Sie kommen insgeheim zusammen, sie lauern meiner Ferse auf. Beobachten alle meine Schritte. - Aber Hebr.: Wie sie denn nach meinem Leben trachten. - wie sie nach meinem Leben trachten, 8 so wirst du sie mitnichten entrinnen lassen, im Zorne wirst du Hebr.: stürze. - die Völker David blickt auf die ganze feindliche Völkerwelt, da jedes besondere Gericht Gottes nur ein Ausfluss seiner allgemeinen, allumfassenden richterlichen Tätigkeit ist. - zermalmen. Hierher gehörte wohl gleichfalls der V. 5, V. 11 wiederkehrende Einschaltvers. - O Gott! 9 Mein Leben Fluchtleben. - mache ich dir kund; du brachtest meine Tränen vor dein Angesicht, sowie du auch verheißen hast. Hebr.: du zeichnest auf meine Flucht, meine Tränen sind (lege) in deinen Schlauch gelegt (der Wasserschlauch ist hier Bild sorgfältiger Bewahrung im Gedächtnis), sind sie nicht in deinem Merkbuche aufgeschrieben? (Die letzten Worte sind nach einigen Glosse.) - 10 Dann werden meine Feinde zurückweichen am Tage, da ich zu dir rufe; An dem sein schon jetzt erhörtes Gebet sich in der Tat erfüllt und der Ruf um Beistand mit der Gewährung desselben zusammentrifft. - siehe, ich weiß, dass du mein Gott bist. Hebr.: dass Gott für mich ist. - 11 In Gott preise ich sein Wort, in Gott preise ich seine Verheißung; auf Gott setze ich meine Hoffnung, ich hege keine Furcht, was könnte Fleisch mir anhaben? 13 Mir liegen ob, Gott! Gelübde gegen dich, Dankopfer, Freiwillige Opfer außer den gelobten. - die ich dir darbringen will; 14 denn du hast meine Seele dem Tode entrissen und meine Füße dem Falle, dass ich vor Gott im Lichte der Lebendigen Hier auf Erden. - Wohlgefallen finde. Hebr.: wandle.