Psalmen 62
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
1. Der Psalmist, obwohl dem Anscheine nach rettungslos verloren, verzagt nicht, sondern stellt dem Ansturm seiner Feinde sein Vertrauen auf Gott entgegen. (V. 5) 2. Auf Selbsthilfe verzichtend, setzt er auf Gott sein Vertrauen und mahnt seine Anhänger zu gleichem. (V. 9) 3. Richtig ist alles Irdische, darum gilt es das Ewige zu erwägen: Gott belohnt die Guten und bestraft die Bösen.
1 Zum Ende, Für den Musikmeister. - für Idithun, ein Psalm Davids. Es ist ungewiss, ob der Psalm auf Sauls oder auf Absaloms Zeit Bezug nimmt. - 2 Soll wohl meine Seele Gott nicht unterworfen sein, Es spricht aus David das Bewusstsein, dass er in Gottes Schutz steht. Hebr.: Ja, zu Gott ist meine Seele still (ergeben). - von ihm kommt mir ja Hilfe? 3 Ja, er nur ist mein Gott und mein Retter, mein Schirmer, ich werde nicht mehr Noch mehr, allzusehr. Er wankt also in der Tat schon, aber nicht so, wie die Feinde es wünschen, dass er darniederläge. - wanken. 4 Wie lange stürmt ihr ein auf einen Mann David. - und geht mit Mordgedanken um, ihr alle, wie auf eine sinkende Wand und eine einstürzende Mauer? Trotzdem ihr meint, ich sei einer Mauer ähnlich, welche jeden Augenblick einzustürzen droht, rennt er immer weiter gegen mich Schwachen in Massen an: Wie lange noch? Und doch ohne Erfolg! - 5 Nur darauf sinnen sie, mir meine Ehre Meine Königswürde. - zu rauben, dürstend irre ich umher; Hebr.: Wahrlich, von seiner Höhe ihn herabzustoßen in ihrem Innern. Sela. - mit ihrem Munde segnen sie, in ihrem Herzen fluchen sie. 6 Doch du, meine Seele, sei Gott unterworfen, Was die Seele schon tut, (V. 2), muss sie immer mehr zu üben streben. - denn von ihm kommt mir Zuversicht. 7 Denn er ist mein Gott und mein Retter, mein Helfer, ich werde nicht in die Fremde fliehen. Hebr. wie V. 3: ich werde nicht wanken. - 8 Auf Gott beruht mein Heil und mein Ruhm, er ist der Gott, der mir hilft, und meine Hoffnung beruht auf Gott! 9 Vertraue auf ihn, du ganze Gemeinde des Volkes, Ihr alle, die ihr mir treu geblieben, mein Volk seid. - schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unser Helfer Die nächsten Worte sind Zusatz der Septuag. - in Ewigkeit. 10 Fürwahr! nichtig sind die Menschenkinder, trügerisch die Menschenkinder, werden sie auf der Waage gewogen, sie täuschen allesamt wegen ihrer Nichtigkeit. Alles, worauf die Menschenkinder Gewicht legen, ist eitel, sie wägen alles auf der falschen Waage des Selbstbetruges und irdischen Sinnes. Hebr.: Wahrlich, ein Hauch sind die Menschenkinder, Lüge die Herrensöhne; sie müssen auf der Waage emporschnellen, aus Hauch (dem Bereich der Nichtigkeit) sind sie allzumal. - 11 Verlasset euch nicht auf Unrecht und verlanget nicht nach Raub, und wenn euch Reichtum zuströmt, so hänget das Herz nicht an denselben! Die Gegner sind vernichtet. Möge niemand ähnlich vermessene Gesinnung hegen wie jene, damit er nicht wie sie der Vernichtung anheimfalle. - 12 Einmal Einmal für immer und so unabänderlich. hat Gott gesprochen. Diese zwei Dinge vernahm ich: Gott gehört die Macht zu, 13 und bei dir, o Herr! ist Erbarmen; denn du vergiltst einem jeden nach seinen Taten.
Zitiert in 6
- V. 6 Summa (EN)(II-II 136.3)
- V. 9 Summa (EN)(II-II 22.1)
- V. 12 Summa (EN)(I-II 109.5
Suppl 13.2 Suppl 93.3) - V. 13 Summa (EN)(Suppl 71.1)