Psalmen 66

1. Dank- und Loblied für die Befreiung des Volkes aus großer Gefahr. (V. 12) a. Aufforderung an die Völker, Gott wegen seiner wunderbaren Taten zu preisen. (V. 4) b. Beschreibung der herrlichen Gottestaten. (V. 7) c. Dank, dass Gott dem Volke nach harter Prüfungszeit wieder sein gnädiges Antlitz zugewendet. (V. 12) d. Versprechen, die Gelübde zu erfüllen, zu welchen die Zeit der Not bewogen hat. (V. 15) 2. Preis der von Gott erhaltenen Wohltaten und Danksagung für eine besondere Gnade.

Zum Ende, ein Lobpsalm Für den Musikmeister ein Psalmlied. - auf die Auferstehung. Dieser Zusatz ist von der Septuag. beigefügt, wohl mit Rücksicht auf V. 12 oder mit Rücksicht auf die moralische Auferstehung des Volkes Israel bei der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft. Später mögen ihn Christen auf die Auferstehung des Herrn (und seiner Gläubigen bei der Taufe) angewendet haben. - Jauchzet Gott zu, alle Lande, lobsinget seinem Namen, lasset sein Lob herrlich erschallen! Sprechet zu Gott: Wie furchtbar sind deine Werke, o Herr! Ob der Fülle deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde. Alle Länder mögen Müssen. - dich anbeten und dir singen, deinem Namen ein Loblied darbringen. Sela. – Bis hierher gehen die Worte, welche der Aufforderung V. 3 gemäß zu sprechen sind. Zu dem Gesange vergl. [Offenb 15,3ff]. - Kommet und schauet die Taten Gottes, furchtbar ist er in seinen Ratschlüssen über die Menschenkinder! Er wandelte das Meer in trockenes Land, durch den Strom zogen sie zu Fuß; dort freuten wir In unseren Vätern. Die Gottesgemeinde ist ein großes Ganzes. - uns seiner. Erinnerung an den Durchzug durch das rote Meer und den Übergang über den Jordan. - Er herrscht in seiner Stärke für und für, Wie einst zur Zeit unserer Väter, so jetzt und immerdar. - seine Augen schauen auf die Völker. Seine Augen halten prüfende Umschau unter den Völkern, welche ihm etwa nicht huldigen wollen. - Die gegen ihn widerspenstig sind, Die Heiden. - mögen sich nicht erheben bei sich! In ihrer Macht (fehlt im Hebr.). Es würde ihnen schlecht ergehen, denn Gottes Macht ist stärker. – Sela. - Preiset, ihr Völker! unsern Gott und lasset die Stimme seines Lobes hören, Welches Ereignis Gottes stets währende Macht wiederum bewährt hat, zeigt dieser Aufruf an die Völker. - der meiner Hebr.: unser. - Seele Leben verlieh Sie dem Bereiche des Todes entrückend. - und meine Füße nicht hat straucheln lassen. Denn du hast uns geprüft, o Gott! hast uns im Feuer geläutert, wie man Silber läutert. Du hast uns in einen Fallstrick Hebr.: Zwingburg. Wir sollten in Knechtschaft kommen. - geführt, auf unsern Rücken Trübsal gelegt, hast Menschen über unsere Häupter gesetzt. Hebr.: hinfahren lassen (mit Rossen und Wagen). Bild der schmählichsten Knechtschaft, denn sonst setzte der Sieger nur seinen Fuß auf das Haupt des Besiegten zum Zeichen, dass er denselben vollständig unterworfen. - Wir gingen durch Sind geraten in… - Feuer und Wasser, Feuer und Wasser bezeichnen die höchste Not und Gefahr. Vergl. [Jes 43,2]. - aber du führtest uns heraus zur Erquickung. Ich Von hier an redet der Psalmist im Namen des ganzen Volkes, wie die Mannigfaltigkeit und Art der Opfer zeigt. - will in dein Haus mit Brandopfern kommen, dir meine Gelübde lösen, die meine Lippen ausgesprochen und mein Mund in meiner Trübsal verheißen hat. Fette Brandopfer Hebr.: Brandopfer von Mastschafen. - will ich dir darbringen mit dem Opferduft von Widdern, Rinder dir opfern samt Böcken. Sela. - Kommet, höret, ihr alle, die ihr Gott fürchtet, Alle auf dem ganzen Erdenrunde. - so will ich erzählen, was er meiner Seele Großes Sinnentsprechender Zusatz der Vulgata. - getan! Diese Mitteilung soll zu Gottes Ehre dienen. - Ich rief zu ihm mit meinem Munde Also laut und innig. - und pries ihn mit Hebr.: unter. Der Lobpreis war bereits unter meiner Zunge, bereit hervorzubrechen, so gewiss war ich bei der Bitte der Erhörung, nach deren tatsächlicher Gewährung ich ihn anstimmen wollte. - meiner Zunge. Hätte ich Unrecht ersehen Indem ich mein Herz prüfte. Nach anderen: Hätte ich (mein Herz) es auf Unrecht abgesehen. - in meinem Herzen, nicht würde der Herr mich erhören. Überhaupt nicht. - Aber Aber ich war mir keiner Sünde bewusst, und so hat Gott mein Flehen erhört. Gott hat mich erhört und hat auf die Stimme meines Flehens geachtet. Gepriesen sei Gott, der mein Gebet nicht abwies, noch mir sein Erbarmen entzog.

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