Psalmen 91

a. Wer stets bei Gott wohnt, ist sicher vor allen Gefahren. (V. 3) b. Weitere Ausführung: Gottes Treue macht mich frei von aller Furcht, ob ich auch die Sünder untergehen sehe. (V. 8) Dem Psalmisten kann kein Schaden geschehen, denn Gott hat seinen Engeln über ihn befohlen. (V. 13) c. Epilog: Verheißung des göttlichen Schutzes.

Lobgesang Davids. Wohl in gleicher Bedeutung wie die Überschrift [Ps 47,1] u.a. - Wer unter der Hilfe des Allerhöchsten wohnt, Sich niederlässt. - weilt Wohnt sicher. Wer sich durch gläubiges Vertrauen auf Gottes Hilfe in ihm festgründet, hat nichts zu fürchten, wohnt unter dem Schutze des Hocherhabenen (Gott des Himmels) sicher. - unter dem Schirme des Gottes des Himmels. Er kann Hebr.: Ich spreche. - zu dem Herrn sagen: Du bist mein Helfer und meine Zuflucht, mein Gott, auf den ich vertraue. Denn er befreit mich aus der Schlinge der Vogelsteller, Aus durch Nachstellung bereiteter Gefahr, aus Todesgefahr. - und von Ungemach. Mit seinen Schultern Hebr.: Fittig. An der Schulter schließt sich dieser an. Das Bild der Vulgata lehnt sich wohl an [5Mos 32,11] an. - wird er dich decken und unter seinen Flügeln wirst du Hoffnung schöpfen. Mit einem Schild wird dich seine Treue umgeben; vor den Schrecken der Nacht darfst du dich nicht fürchten, nicht vor dem Pfeile, der bei Tage fliegt, vor dem Unheil, das im Finstern wandelt, Besonders Schrecken der Nacht. Unvermuteter Überfall, geheime Gefahren. Pfeile bei Tage: Offene Gefahr. Die gleichen Gefahren werden noch einmal unter anderen Bildern mit dem Nebenbegriffe des großen erwähnt. - vor dem Überfalle und dem bösen Geiste am Mittag. Hebr.: vor der Pest, die im Finstern schleicht vor der Seuche, die verheert am Mittag. Die Sept. dachte (etwa auf Grund von [2Sam 11,2]?) an einen Ausfall seitens böser Geister. - Fallen auch tausend Pfeile, dich unverletzt lassend; oder Feinde. - an deiner Seite Zur Linken. - und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dir nicht nahen. Ja, mit eigenen Augen wirst du es schauen und die Vergeltung an den Sündern Ihre Bestrafung. - sehen. Denn Grund zu V. 7. - du, o Herr! bist meine Hoffnung, den Allerhöchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht. Kein Unheil wird dir begegnen und keine Plage deinem Zelte nahen. Denn er hat seinen Engeln für dich geboten, dass sie dich auf allen deinen Wegen behüten. Auf den Händen werden sie dich tragen, dass du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Die beiden Verse 11, 12 führt der böse Feind, mit Auslassung von 12b, bei der Versuchung des Herrn an. - Über Nattern und Ottern wirst du hinschreiten und Löwen und Drachen zertreten. Hebr.: Über Löwen und Ottern wirst du schreiten, zertreten den jungen Löwen und Drachen. – Diese Tiere sind Bilder für große Gefahren (feindliche Mächte), welche dem Wanderer offen oder heimlich drohen und die der Gerechte überwindet. - Weil er auf mich vertraut, Von hier ab spricht Gott. - so will ich ihn befreien; ihn beschirmen, weil er meinen Namen kennt. Er wird mich anrufen und ich werde ihn erhören, ich bin bei ihm in der Not, ich werde ihn retten und ihn zu Ehren bringen: Mit langem Leben will ich ihn sättigen und ihn mein Heil schauen lassen. Täglich betet der Priester diesen Psalm im Nachtgebet (Kompletorium), Gott für allen Schutz während des Tages zu danken und solchen auch für die Nacht zu erflehen.

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