Psalmen 94
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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a. Bitte, Gott wolle sich gegen die Sünder erheben. (V. 3) b. Aber Gott sieht nicht die stolzen Bedränger des Volkes und die ungerechten Richter? (V. 7) Eine solche Meinung ist Torheit und Wahnsinn. (V. 11) c. Selig der Gerechte, der im Unglück auf Gott vertraut, dieser wird ihn nicht verlassen und die Ungerechten richten. (V. 15) d. Nur Gott allein kann gegen die Ungerechten Schutz gewähren und hilft. (V. 19), denn er hat keine Gemeinschaft mit den Ungerechten, sondern steht den Gerechten bei und vernichtet die Bösen.
1 Psalm Davids, Einem Psalme Davids nach Inhalt oder Form ähnlich, oder: der Sammlung hinzugefügt. - für den vierten Wochentag. Der Gott der Rache, der Herr, der Gott der Rache handelt offenkundig. Und niemand vermag ihn zu hindern, die Gottlosen zu strafen. Hebr.: Gott der Rache erscheine! - 2 Erhebe dich, Richter der Erde, übe Vergeltung an den Übermütigen! 3 Wie lange, o Herr! sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen sich rühmen? Nach dem Hebr. beginnt V. 3 die Schilderung der Bosheit der Feinde. - 4 Dreist reden und ungerechte Reden führen, überheben sich alle, die Unrecht tun? 5 Sie beugen dein Volk nieder, Herr! und bedrücken dein Erbe. 6 Die Witwe und den Fremdling töten sie und die Waisen morden sie dahin 7 und sagen: Nicht sieht es der Herr und der Gott Jakobs merkt es nicht! 8 Nehmet doch Einsicht an, ihr Unweisen im Volke, und ihr Toren, werdet einmal verständig! Hebr.: Wann werdet ihr klug werden? - 9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte nicht hören? oder der das Auge gebildet hat, sollte nicht sehen? Was die Geschöpfe an Vollkommenheit besitzen, muss in unendlich höherem Maße Gott, der Quelle derselben, eigen sein. - 10 Der die Völker züchtigt, sollte nicht strafen? Wenn Gott selbst an den Heiden Frevel straft, wie viel mehr an Israel, dem er mehr Erkenntnis und Gnade gegeben? - der den Menschen Erkenntnis gibt? Er muss allwissend sein, da alles Wissen von ihm herkommt. - 11 Der Herr kennt die Gedanken der Menschen, dass sie nichtig sind. Nicht schwer zu durchschauen sind. Hebr.: dass die Menschen ein Hauch (nichtig) sind. - 12 Glückselig der Mensch, den du unterweisest, o Herr! und ihn aus deinem Gesetze belehrst, 13 ihm Linderung zu gewähren in Hebr. von. - den Tagen des Unglücks, bis dem Sünder die Grube gegraben wird! In die der Gottlose stürzt. Dies geschieht unausbleiblich. – Grube: Strafe hier und im Jenseits. - 14 Denn nicht wird der Herr sein Volk verstoßen und sein Erbe nicht im Stich lassen, 15 bis die Gerechtigkeit sich zum Gerichte wendet, Das Recht muss zuletzt zum Siege kommen. - und mit ihr Der siegenden Gerechtigkeit. - verbunden sind alle, Und werden mit ihr Sieger. - die aufrichtigen Herzens sind! 16 Wer erhebt sich für mich wider die Bösewichter? oder wer steht mit mir auf wider die Übeltäter? 17 Wenn nicht der Herr mir geholfen, Hebr.: Wenn nicht Gott mir hälfe, würde haben. - so hätte meine Seele beinahe in der Unterwelt ihre Wohnung! Gott allein hat ihn dem Tode entrissen. - 18 Wenn ich sprach: es wankt mein Fuß, so half mir dein Erbarmen, o Herr! 19 Nach der Menge meiner Schmerzen, die mein Herz erlitt, erfreuten deine Tröstungen meine Seele. 20 Hat denn der Thron des Unrechts Der ungerechte Herrscher, Richter. - mit dir Gemeinschaft, der du Schweres aussprachest im Gesetze? Gott ist nicht Helfershelfer der ungerechten Tyrannen. Oder: Bleibt dir, Gottloser, der Thron des Verderbens beständig verbunden, der du jetzt Unheil schmiedest unter dem Schein des Gesetzes? Hebr.: Der Unheil schmiedet unter dem Vorwand des Gesetzes (oder: wegen des Gesetzes – das der Gerechte beobachtet). - 21 Sie werden dem Leben des Gerechten nachstellen und unschuldiges Blut verdammen. 22 Doch der Herr wird meine Zuflucht und mein Gott die Stütze meiner Hoffnung sein 23 und er wird ihnen ihre Ungerechtigkeit vergelten und sie in ihrer Bosheit vertilgen, vertilgen wird sie der Herr, unser Gott! Die Kirche legt diesen Psalm dem leidenden Heiland in den Mund, dessen Blut die Frevler vergossen haben.