Psalmen 95
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Lobet Gott! (V. 2) Größer als alle Götzen ist Gott, der Schöpfer und Beherrscher der ganzen Welt und der Hirt seines Volkes. (V. 7) Mahnung, Gott, wenn er redet, nicht zu widerstehen, wie die Vorfahren sich ihm widersetzt haben und wegen ihres Ungehorsams vom verheißenen Lande ausgeschlossen wurden.
1 Loblied Davids. Im Hebr. fehlt die Angabe des Verfassers. - Kommet, lasset uns dem Herrn frohlocken, Gott jubeln, unserm Retter! Hebr.: Grund unseres Heils. - 2 Lasset uns früh mit Lobpreis vor sein Angesicht treten Seinen Tempel besuchend. - und mit Gesängen ihm zujauchzen! 3 Denn Die Anbetungswürdigkeit Gottes wird dreifach begründet: Er ist erhaben über alle Götter als König, über alle Dinge als Schöpfer, über sein Volk als Hirte und Führer. - ein großer Gott ist der Herr und ein großer König über alle Götter. Die Heiden vergötterten Natur- und Menschenwelt und nannten diese Götter Könige. - 4 Denn in seiner Hand sind alle Grenzen Hebr.: Tiefen. - der Erde und der Berge Höhen sind sein. Tiefen, Höhen: die ganze Erde. - 5 Sein ist das Meer, denn er hat es geschaffen, und das feste Land haben seine Hände gebildet. 6 Kommet, lasset uns anbetend niederfallen und lasset uns weinen Hebr.: und lasset uns knien. Die Anbetung soll damit beginnen, dass das Gesicht den Boden berührt, dann sollen die Anbetenden sich halb erheben und knien. - vor dem Herrn, der uns erschaffen hat! Israel ist eine besondere Schöpfung seiner allmächtigen Gnade. - 7 Denn er ist der Herr, Fehlt im Hebr. - unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schäflein seiner Leitung. 8 Heute, Zu jeder Zeit, wann immer. - da ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht, 9 wie bei der Reizung am Tage der Versuchung in der Wüste, Hebr.: Wie bei Meriba, wie am Tage Massas in der Wüste. – Gemeint ist wohl das [2Mos 17,1-7] berichtete Ereignis (zu unterscheiden von dem [4Mos 20,2-13] Erzählten). - wo mich eure Väter versuchten, mich auf die Probe stellten, Durch Zweifel. - und doch hatten sie meine Werke Meine wunderbare Leitung, die sie gewiss machen musste, dass ich sie nicht werde verderben lassen. - gesehen. 10 Vierzig Jahre hatte ich Verdruss an diesem Geschlechte Hebr.: Hatte Ekel. - und sprach: Stets irren sie im Herzen! 11 Sie haben meine Wege nicht erkannt, so schwur ich in meinem Zorne: Der Schwur findet sich [4Mos 14,28ff]. - Wahrlich, nicht sollen sie in meine Ruhe gelangen. Sie erlangten nicht die Ruhe des Besitzes von Kanaan. Doch dies Land der irdischen Ruhe war der Typus der himmlischen Ruhe. [Hebr 4,1-4] Der Gehorsam gegen Gott hat auch jetzt noch den Gnadenlohn des Eingehens in Gottes Ruhe zu erwarten. – Der Psalm liegt hier im lateinischen Texte nach dem Psalterium Gallicanum vor. In dieser Gestalt kommt er im Brevier nur am Feste der Erscheinung des Herrn vor. Im täglichen Offizium wird der Text des Psalterium Romanum geboten: Aufforderung im Gebete vor Gott zu treten und hingegen seine Stimme zu hören. In diesem ist in V. 3 quoniam bis plebem irrtümlich aus [Ps 93,14] genommen. V. 4: Sein Blick (der Blick des Herrschers, der winkt und geschieht) trifft die Spitzen der Berge. V. 10: Ich war nahe: mit Betrübnis, Verdruss. V. 11 quibus: denen ich dann schwur.
Zitiert in 20
- Dieses Kapitel Dies Domini(§8)
- V. 1 CCC(¶2628)Verbum Domini(§11)
- V. 2 CCC(¶2628)Verbum Domini(§11)
- V. 3 CCC(¶2628)Summa (EN)(II-II 81.7)Verbum Domini(§11)
- V. 4 CCC(¶2628)
- V. 5 CCC(¶2628)Summa (EN)(I 91.4)
- V. 6 CCC(¶2628)
- V. 7 CCC(¶1165
¶2659) - V. 8 CCC(¶1165
¶2659) - V. 9 CCC(¶2119)Summa (EN)(II-II 97.4)
- V. 10 CCC(¶539)
- V. 11 Dies Domini(§8)