Psalmen 97
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
1. Die ganze Erde soll Gott mit frohem Schall begrüßen. (V. 1) Beschreibung des Gerichtes Gottes unter dem Bilde eines nahenden Sturmes, der die Feinde vernichtet und Gottes Herrlichkeit allen offenbart. 2. Folge des Gerichtes: Beschämung der Heiden, Lob der Engel, Freude der Diener Gottes. (V. 11) Schluss: Nochmalige Mahnung zur Freude.
1 Psalm Davids, Dieser Psalm ist wohl eine Überarbeitung von [Ps 17,8-15], die in der Zeit des Propheten Isaias entstanden ist. Der Kern des Psalmes ist also auf David zurückzuführen. - als sein Land geordnet war. Dieselbe Zeit, in der [Ps 17] abgefasst ist, die letzten Lebenstage Davids. - Der Herr ist König, es frohlocke die Erde, es freue sich der Inseln Der Heiden. - Zahl! Die Festgründung der Theokratie ist ein Weltereignis, deshalb sollen alle Heiden mitjubeln. Das Gewitter (nach dem Vorbilde der Erscheinungen am Sinai) ist eine poetische Schilderung einer Theophanie des zürnenden und richtenden Gottes. Die Theophanie erreicht ihr Ziel nur durch Kampf. Dieser wird in zwei Teilen V. 2, 3 und V. 4-6 geschildert. Der Kampf ist indes für Gott ein müheloser, deshalb erscheint der Herr in Majestät auf seinem Thron im Dunkel der Wasserhülle, Blitze (Feuer 3) entsendend, welche die Feinde töten. Doch nur hartnäckig Verstockte trifft der Strahl des Verderbens, denn Gerechtigkeit ist das Fundament des Thrones, den Gott bestiegen. - 2 Gewölk und Dunkel ist um ihn her, Recht und Gerechtigkeit sind die Grundlagen seines Thrones. 3 Feuer geht vor ihm her und verzehrt seine Feinde ringsum. 4 Seine Blitze leuchten über den Erdkreis hin, die Erde sieht es und zittert. Die Natur teilt den Eindruck, den das Erscheinen des Richters macht, mit den Menschen. - 5 Berge zerfließen wie Wachs vor dem Angesichte des Herrn, die ganze Erde vor dem Angesichte des Herrn. Hebr.: vor dem Herrn der ganzen Erde. - 6 Die Himmel verkünden Ausdruck der Freude. [Ps 95,11] Sie verkünden die richterliche Strenge, mit der Jahve seiner Verheißung gemäß seinen Heilsplan durchführt, indem die ganze Menschheit Zeuge seiner Herrlichkeit wird. - seine Gerechtigkeit und alle Völker schauen seine Herrlichkeit. 7 Zuschanden mögen Hebr.: Beschreibung des Erfolges des Gerichtes bei Heiden und Juden. - alle werden, die Bilder anbeten und die sich ihrer Götzen rühmen. Betet ihn an, ihr alle seine Engel! Hebr. Götzen? Auch die Götzen steigen von ihren Altären und beugen sich vor Gott in seiner Richterherrlichkeit. Die Septuag. und mit ihr der hl. Paulus [Hebr 1,6] verstehen unter Elohim Engel, wie [Ps 8]. Nach der Vulgata werden die Menschen auf Erden (V. 1) und die Engel im Himmel aufgefordert zum Lobpreise Gottes. - 8 Es hört und freut sich Sion Jerusalem. - und die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen, o Herr! 9 Denn du, Herr! bist der Höchste über die ganze Erde, hocherhaben bist du über alle Götter. 10 Die ihr den Herrn liebt, hasset das Böse! der Herr bewahrt die Seelen seiner Heiligen, aus der Hand des Sünders rettet er sie. 11 Licht geht dem Gerechten auf Hebr.: ist dem Gerechten gesät (auf seinen Lebensweg gestreut). - und Freude denen, die aufrichtigen Herzens sind. 12 Freuet euch, ihr Gerechten, über den Herrn und preiset das Denkmal seiner Heiligkeit. Vergl. [Ps 29,5]. Hebr.: und lobsinget seinem heiligen Namen. – Nach [Hebr 1,6] ist der Psalm messianisch. Weil der Messias als Weltenrichter anerkannt ist, wird V. 7 [Hebr 1,6] auf ihn bezogen.
Zitiert in 7
- V. 1 Dei Verbum(§14)
- V. 2 Dei Verbum(§14)
- V. 3 Summa (EN)(Suppl 74.7
Suppl 74.9) Dei Verbum(§14) - V. 7 Summa (EN)(II-II 83.10)
- V. 8 Summa (EN)(III 6.3)