Weisheit 13
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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c. Die Erwähnung des ägyptischen und kananitischen Götzendienstes gibt dem Verfasser Veranlassung, sich über den Ursprung, die Natur, die Torheit und Strafe des Götzendienstes weitläufiger zu verbreiten. (13,1 – 15,19) 1. Schilderung des ersten Götzendienstes: die Verehrung der Elemente und Sterne (V. 9), des ferneren, der Verehrung der eigenen Gebilde in seiner Torheit und Bosheit. [Weish 14,7]
1 Nichtig Griech.: von Natur – von Naturanlage, an Herz und Geist; sie verkehren gleichsam ihre vernünftige Natur (und im Gefolge davon die niederen Kräfte), um in der Unkenntnis Gottes zu bleiben. - sind alle Menschen, welche keine Erkenntnis Gottes haben und Das ist. - welche aus den sichtbaren Gütern Innere Vorzüge, Vollkommenheiten der geschaffenen Dinge. Vers 3 Schönheit, V. 4 Kraft und Wirkung, V. 5 Größe und Schönheit. - den nicht zu erkennen vermochten, An sich hatten sie die Kraft, aber ihr Lasterleben hat sie scheinbar zu einer relativen Unmöglichkeit gebracht; scheinbar nur, denn sie werden trotz der Unmöglichkeit, die hier ausgesprochen wird, gestraft. Vergl. [Weish 2,1ff]. „Nicht vermochten“ ist also in ähnlichem Sinne zu nehmen wie [Weish 12,10] „konnte nicht“. - der da ist, Den, der die Fülle des Seins hat und der sie ist, Gott. [2Mos 3,14] Alle Geschöpfe sind gleichsam nichts ihm gegenüber und weisen auf ihn. - noch, auf die Werke acht habend, deren Werkmeister erkannten; 2 sondern entweder das Feuer oder den Wind oder die schnelle Luft oder den Kreis der Gestirne oder gewaltiges Wasser oder Sonne und Mond für weltbeherrschende Götter hielten. Sie bewunderten diese und hielten sie für Götter. - 3 Haben sie, von deren Schönheit eingenommen, Die orientalischen Naturvergötterungen, welche an der Oberfläche der Dinge hängen bleiben. - diese Dinge für Götter gehalten, so hätten sie erkennen sollen, wie viel herrlicher der Herr derselben ist; denn der Urheber der Schönheit hat dies alles geschaffen. Wohl hatten die Heiden eine Vorstellung von der Gottheit gewonnen, aber, von Leidenschaft verblendet, bildeten sie dieselbe nicht weiter aus, ja wendeten dieselbe auf die Naturkräfte an. Um nun zur richtigen Vorstellung von Gott zu führen, weist der Verfasser auf drei Hilfsmittel hin, auf die auch die heiligen Väter sich stützen, um auf die göttliche Wesenheit aus den Geschöpfen zu schließen: die Ursächlichkeit: Aus der Vollkommenheit des Geschöpfes ist auf die Vollkommenheit des Schöpfers zu schließen (V. 1); die Verneinung: die Unvollkommenheiten der Geschöpfe vom Schöpfer fernhaltend (V. 4); die Analogie. (V. 5) - 4 Haben sie aber die Kraft und Wirkung dieser Dinge angestaunt, so hätten sie aus denselben erkennen sollen, dass der, welcher sie erschaffen, noch mächtiger ist. 5 Denn aus der Größe und Schönheit der Geschöpfe kann durch Vergleichung deren Erschaffer erschlossen werden. Mit welcher Sicherheit, besagt der griechische und lateinische Ausdruck: geschaut werden. - 6 Gleichwohl ist über diese noch weniger zu klagen, denn sie irren vielleicht, während sie Gott suchen und ihn finden wollen. 7 Denn indem sie bei seinen Werken verweilen, forschen sie nach und lassen sich von dem einnehmen, was sie sehen, weil es gut ist. Verhältnismäßige Entschuldbarkeit im Vergleich zu den von V. 10 an Geschilderten. - 8 Aber doch sind auch sie nicht zu entschuldigen. Auf die Natur angewiesen, durch die konkreten Verhältnisse und durch die Schönheit der erschaffenen Dinge verleitet, ließen sie sich dazu verführen, in die Geschöpfe das Göttliche zu verlegen. Und doch hätte gerade die Macht und Schönheit der Geschöpfe sie zur rechten Erkenntnis Gottes anleiten sollen. (V. 3-6) - 9 Denn wenn sie so viel zu erkennen vermochten, dass sie die Welt beurteilen konnten, Vergl. [Roem 1,18]. - wie fanden sie nicht noch leichter den Herrn derselben? Das, was sie leisteten war schwieriger als Gott in den Werken zu finden, wenigstens soweit, dass man sein Wesen nicht auf Naturkräfte oder gar auf Menschenwerke übertrug. Die Abhängigkeit, Zufälligkeit und Beschränktheit aller Dinge fällt so in die Augen, dass sie vor jedem tiefern Eindringen in das Wesen und den Zusammenhang der natürlichen Dinge sich dem Geiste aufdrängen. - 10 Unglückselig aber sind und auf Tote Die Anbeter der Geschöpfe sind nicht zu entschuldigen, aber noch weniger die Bilderanbeter. Tote: Gegensatz: die Natur, welche die früher Genannten verehren. - setzen ihre Hoffnung diejenigen, welche Werke von Menschenhänden Götter nennen, Dafür erklären. - Gold und Silber, der Kunst Gebilde, Tiergestalten oder einen nutzlosen Stein, Steinkult. - das Werk eines Künstlers aus alter Zeit. Man errichtete und glättete sie. - 11 Oder es fällt ein Holzschnitzer taugliches Zu dem, was er für das gewöhnliche Leben anfertigen will. Zum Götzen wählt er das zu nichts mehr nütze. - Holz im Walde, schabt davon geschickt die ganze Rinde ab und macht daraus kunstvoll ein Gerät, nützlich zur Verwendung im Leben, 12 die Abfälle seiner Arbeit aber gebraucht er, um Speise zu kochen; 13 und was noch davon übrigbleibt und zu nichts taugt, Nicht einmal zum Kochen. - ein krummes und knorriges Holzstück, nimmt er und schnitzt fleißig in müßigen Stunden Also zu einer Zeit, wo er nicht weiß, was er tun soll. Nach dem Essen? (V. 12) Vergl. [Jes 40,16.17]. - und gestaltet es mit erfahrener Kunst Aber nur seines Handwerkes. - und macht es zum Bilde eines Menschen 14 oder irgend eines Tieres, Griech.: eines elenden Tieres. - indem er es mit Rötel überzieht und ihm mit Firnis eine rote Farbe gibt, und alle Flecken an demselben überstreicht. 15 Und nachdem er ihm ein angemessenes Gehäuse gemacht, stellt er es an die Wand und befestigt es mit Eisen, 16 damit es nicht falle; so für dasselbe sorgend, weil er weiß, dass es sich selber nicht helfen kann, da es ja ein Bild ist und der Hilfe bedarf. 17 Und nun sucht er es auf Die Gegenüberstellung zeigt die Lächerlichkeit der Verehrung. - und holt sich Rat, für seine Habe, für seine Kinder und seine Ehe Gelübde machend, und schämt sich nicht, mit jenem leblosen Wesen zu reden. Griech.: schämt er sich nicht, zu ihm zu flehen und zu dem Leblosen zu sprechen. - 18 Und um Lebenskraft fleht er das Schwache an, um Leben bittet er das Tote, und zu Hilfe ruft er das Ungeeignetste Griech.: Unerfahrenste. - 19 und erbittet von dem eine glückliche Reise, was nicht gehen kann; und um Gewinn, Geschäft und guten Erfolg in allen Dingen fleht er das an, was zu allem unnütz ist. Griech.: das Kraftloseste an Händen.
Zitiert in 64
- V. 1 CCC(¶32
¶216 Summa (EN)(II-II 94.4)Fragen(Whether God exists)Militantis Ecclesiae(§25)¶1147 ¶2112) - V. 2 CCC(¶32
¶216 Summa (EN)(II-II 94.4)Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 3 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112 ¶2129 ¶2500) - V. 4 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 5 CCC(¶32
¶41 Summa (EN)(Suppl 91.3)Fragen(Whether God exists)Fides Et Ratio(§19)Laudato si’(§12)Sacramentum Caritatis(§35)Verbum Domini(§8)¶216 ¶2112 ¶2500) - V. 6 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 7 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 8 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 9 CCC(¶32
¶216 Fragen(Whether God exists)¶2112) - V. 10 CCC(¶2112)Summa (EN)(III 16.2)
- V. 11 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 12 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 13 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 14 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 15 CCC(¶2112)Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 16 Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 17 Summa (EN)(II-II 94.4)
- V. 19 CCC(¶2112)