CCC 575

Für die religiösen Autoritäten Jerusalems, die das Johannesevangelium oft einfachhin als „die Juden" bezeichnet [Vgl. Job 1,19; 2,18; 5,10; 7,13; 9,22; 18,12; 19,38; 20,19.], waren viele Worte und Taten Jesu somit ein „Zeichen, dem widersprochen wird" (Lk 2,34), noch mehr als für das gewöhnliche Vgl. Job 7,48-49.]. Zwar waren die Beziehungen Jesu zu den Pharisäern nicht nur polemisch. So sind es Pharisäer, die ihn vor der ihm drohenden Gefahr warnen [Vgl. Lk 13,31.]. Jesus lobt einzelne von ihnen, z. B. den Schriftgelehrten in Mk 12,34, und ist wiederholt bei Pharisäern zu Gast [Vgl. Lk 7,36; 14,1.]. Jesus bekräftigt Lehren, die von dieser religiösen Elite des Gottesvolkes geteilt werden: die Auferstehung der Toten [Vgl. Mt 22,23-34; Lk 20,39.], die Frömmigkeitsformen (Almosengeben, Fasten und Gebet [Vgl. Mt 6,2-18.]) und den Brauch, sich an Gott als den Vater zu wenden sowie die zentrale Stellung des Gebotes der Liebe zu Gott und zum Nächsten [Vgl. Mk 12, 28-34.].

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