Jesus Sirach 3

Erstes Gebot, das auf die Menschen Bezug hat, die Pflichten gegen die Eltern: A. Was zu tun ist. (V. 2-11) B. Was zu meiden ist. (V. 18) Vorschriften über die Bescheidenheit. (V. 26) Das harte Herz und das weiche Herz.

Söhne der Weisheit Fehlt im Syr. und Griech. – Nach den Geboten, welche sich auf Gott beziehen, folgt das erste, das auf die Menschen Bezug hat. - Söhne der Weisheit: diejenigen, welche von der Weisheit recht belehrt werden und sie hochschätzen. - sind die Gemeinde der Gerechten und ihr Geschlecht ist Gehorsam und Liebe. Diese Tugenden sind ihnen gänzlich eigen. - Kinder, höret auf den Ausspruch Das, was er seinem Rechte gemäß fordern kann. - eures Vaters und handelt so, dass es euch wohl gehe. Denn Gott hat dem Vater bei den Kindern Ehre verliehen und das Recht der Mutter bestimmt und für die Kinder festgesetzt. Wer Gott liebt, Dieser Teil des Verses enthält in der Vulgata mehrere Zusätze, darunter einen aus Vers 6. Wer Gott liebt: das vierte Gebot erfüllend. - wird seine Sünden sühnen und sich von denselben enthalten und wird in seinem täglichen Gebete erhört werden. Und gleich einem, der Schätze sammelt, so ist der, der seine Mutter ehrt. V. 4 verheißt Güter höherer Ordnung, V. 5 zeitliche, V. 6, 7 andere Vorteile. - Wer seinen Vater ehrt, wird Freude an seinen Kindern haben Was die Israeliten besonders ersehnten, reicher Kindersegen, wird versprochen und zwar gute Kinder. - und zur Zeit, da er betet, Erhörung finden. Wer seinen Vater ehrt, wird lange leben, und wer seinem Vater gehorsam ist, Griech.: wer dem Herrn gehorsam ist. - wird seiner Mutter Trost gewähren. Sie glücklich machen. - Wer den Herrn fürchtet, V. 8, 9 stellen wiederum die Pflichten gegen die Eltern, V. 1, 11 den zu erhoffenden Lohn vor Augen. - ehrt die Eltern Indem er ihnen diente, wie alsbald gesagt wird. - und dient denen, die ihn erzeugt haben, wie Gebietern. Sie nicht als gleichstehende betrachtend. - Mit Wort und Tat und in aller Geduld Zum Beispiel bei der in V. 15 berührten Gelegenheit. Besser wird indes dieser Zusatz hier weggelassen. - ehre deinen Vater, damit sein Segen über dich komme und sein Segen bis ans Ende währe. Die zweite Hälfte ist nur in der Vulgata. - Des Vaters Segen festigt die Häuser Besitz und Familie. - der Kinder, der Fluch der Mutter aber zerstört sie von Grund aus. Erfreue dich nicht über die Schmach deines Vaters, denn seine Schande bringt dir keine Ehre, weil eines Menschen Ruhm auf der Ehre seines Vaters beruht und ein ehrloser Vater dem Sohne eine Schande ist. Hebr. Syr.: Schwere Schuld aber ist es, die Mutter zu verachten. - Sohn, nimm dich deines Vaters im Alter Im Alter fehlt im Hebr. - an und betrübe ihn nicht, so lange er lebt; Indem du ihm widerwillig hilfst. - und wenn es ihm an Einsicht fehlt, In weit vorgerücktem Greisenalter. Vergl. [Spr 23,22]. - so halte es ihm zugute und verachte ihn nicht in deiner Kraftfülle; denn eine Wohltat, die du deinem Vater erzeigst, wird nimmermehr in Vergessenheit geraten. Bei Gott. - Das Böse, das du von der Mutter leidest, Geduldig leidest. Der Zusatz: von der Mutter – findet sich nur in der Vulgata. Statt der Strafen, welche du für deine Sünden verdient hast, wird dir Gott alles Böse zum Guten wenden, Habe und Kinder zurückgebend. - wird dir mit Gutem vergolten werden und Gerechtigkeit wird der Grundstein deines Gebäudes sein; am Tage der Drangsal wird deiner gedacht werden und wie das Eis bei Sonnenschein, so werden deine Sünden vergehen. Dir die Strafen für dieselben geschenkt werden. - Welch bösen Namen macht sich der, Strafandrohungen. - welcher seinen Vater im Stiche lässt, und verflucht ist von Gott, Griech.: und wie der, der Gott flucht. - wer seine Mutter erzürnt. Ihre Fehler nicht tragend oder ihr in der Not nicht beistehend. - Sohn! vollbringe deine Geschäfte mit Sanftmut, Hebr. Syr.: Auch wenn du reich bist, wandle in Sanftmut. - so wirst du nicht nur von den Menschen geehrt, sondern noch mehr geliebt werden. Hebr.: so wirst du mehr geehrt werden als einer, der Geschenke gibt. Vulg.: Die Sanftmut wird dir größere Liebe verschaffen als die Ehre ist, deren du dich bei den Menschen erfreust. - Je größer du bist, desto mehr demütige dich in allem, so wirst du bei Gott Gnade finden; Gott allein ist wahrhaft groß, und nur wer sich ihm demütig unterwirft, bringt ihm die gebührende Ehre da. - denn Gottes Macht ist allein groß und wird verherrlicht von den Demütigen. Die sich ihm unterwerfen. - Trachte nicht nach dem, was zu hoch für dich ist, und suche nicht zu ergründen, was über deine Kräfte geht; Vergl. [Roem 12,3]. - sondern was dir Gott geboten, darauf sei allezeit bedacht und bei seinen vielfältigen Werken sei nicht vorwitzig. Und bei… Zusatz der Vulgata. Lass unnütze Bemühungen. - Denn du hast nicht nötig, mit deinen Augen zu schauen, was verborgen ist. Über unnütze Dinge forsche nicht viel nach und sei nicht vorwitzig über seine vielfältigen Werke. Griech.: Bei dem Überflusse dessen, was du zu tun hast (da du vielfältige Beschäftigung hast), mische dich nicht neugierig in andere Sachen; denn dir ist (ohnedies) mehr gezeigt als der menschliche Verstand erfassen kann (und du üben könntest). - Denn sehr vieles ist dir kundgetan worden, was des Menschen Einsicht übersteigt. Viele schon hat ihr Dünkel zu Falle gebracht und in Eitelkeit ihren Sinn gefangen gehalten. Griech.: Böser Dünkel hat ihre Gedanken zu Falle gebracht. - Einem harten Stolzen, unbeugsamen. - Herzen wird es zuletzt übel ergehen, und wer Gefahr liebt, Sicher solcher gern aussetzt. Hebr.: Wer Gutes liebt, wandelt in demselben. - wird in ihr umkommen. Einem Herzen, das auf zweierlei Wegen wandelt, Das zwei Herren dienen will. - wird nichts gelingen, und wessen Herz verkehrt ist, der wird darauf Durch seinen Doppelsinn, seine Unbeständigkeit und Bosheit. - zu Falle kommen. Ein verderbtes Herz wird mit Schmerzen überhäuft Da es sich allen zu Feinden macht. - und Syrisch: wie. - der Sünder fügt Sünde zu Sünde. Die Gemeinschaft der Hochmütigen ist unheilbar, Nicht einmal durch Züchtigung wird sie geheilt. - denn der Keim der Sünde hat Wurzel So tiefe Wurzel, dass sie nicht einmal auf ihre Bosheit acht haben. - in ihnen geschlagen, ohne dass sie es erkennen. Ohne dass usw. fehlt im Griech. - Des Weisen Herz erkennt man an der Weisheit Mit der es sich gern beschäftigt. - und ein gutwilliges Ohr hört die Weisheit mit aller Begierde. Griech.: Eines Hörers Ohr ist der Weisen Wunsch. - Ein weises und verständiges Herz wird sich von Sünden fernhalten und in den Werken der Gerechtigkeit Fortschritte machen. Dieser Vers gehört der Vulgata an. - Die Glut des Feuers löscht das Wasser und Wie – so. - das Almosen Barmherzigkeit. - steht den Sünden entgegen Vertreibt es und lasst es nicht ein. - und Gott ist der Beschützer dessen, der Barmherzigkeit übt, Die Sünde fordert gleichsam Strafe, doch Barmherzigkeit besänftigt Gott, dass er sie nicht verhängt. - er gedenkt seiner in Zukunft und zur Zeit eines Unfalls findet er eine feste Stütze. Hebr.: wird er ihm entgegen kommen auf seinen Wegen.

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